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Wie die Medien für das Wachstum der europäischen Top-Fußballclubs sorgen

Die europäische Fußballclubs wachsen – Verantwortlich dafür sind die Einnahmen aus dem Rundfunk.

Zu diesem Ergebnis kommt die KPMG Studie „The European Champions Report 2020“, die zum vierten Mal die Geschäftskennzahlen der acht bedeutendsten europäischen Clubs untersucht und verglichen hat. Herangezogen wurden dafür folgende Clubs aus der Saison 2018/19: Ajax, Barcelona, Bayern München, Benfica, Galatasaray, Juventus, Manchester City und Paris Saint-Germain.

Während bei sieben von acht Clubs die Rundfunkeinnahmen für den Gesamtumsatzanstieg verantwortlich seien, hätten beim italienischen Meister die kommerziellen Aktivitäten zu einem höheren Umsatz geführt: Juventus sei es gelungen seine kommerziellen Einnahmen um 30 Prozent zu erhöhen. „Diese Entwicklung lässt sich auf die Ankunft von Cristiano Ronaldo zurückführen. Die Einnahmen aus Rundfunk sind bei den Italienern nicht an erster Stelle, da es zu einem Rückgang der Einnahmen aus dem Inlandsfernsehen aufgrund eines neuen Vertriebssystems in der Serie A gekommen ist“, erklärt KPMG Partner Peter Ertl.

Neuer Vertriebszyklus der Champions League

Maßgeblich zu diesem Anstieg aus den Einnahmen des Sendegeschäfts hätte ein neuer Vertriebszyklus der UEFA Champions League, der 2018/19 eingeführt wurde, beigetragen. Der Dreijahreszyklus habe 1.976 Milliarden Euro betragen und war somit um 564 Millionen Euro höher als zuvor, wovon alle acht Mannschaften profitierten. So erhielten Bayern München beispielsweise mehr Einnahmen von der UEFA als in der Vorsaison, obwohl der Club aufgrund eines früheren Ausscheidens weniger Spiele gespielt habe. Manchester City habe rund 35 Millionen Euro mehr von der UEFA kassiert, während die Mannschaft den gleichen Platz in der Champions League erzielte.

Das sind die Erfolge der Clubs in Zahlen 

Im Vorjahr hätten nur zwei der acht genannten Vereine ihre heimischen Titel behalten können, in der Saison 2018/19 seien es bereits sechs Meister, die ihre Trophäe zurückeroberten. Bei vier Vereinen sei ein leichter Anstieg des Verhältnisses zwischen Personalkosten und Betriebserträgen zu verzeichnen gewesen. Insbesondere Barcelona sei es gelungen, die Personalkostenquote in nur einer Saison von 81 Prozent auf 69 Prozent zu senken, obwohl der Verein nach wie vor der größte Personalkostenverursacher unter allen Vereinen sei.

Die Top-Spieler und ihre Werthaltigkeit

Der wertvollste Spieler unter den acht Top-Clubs sei Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain) mit einem Marktwert von 225 Millionen Euro, gefolgt von Neymar (Paris Saint-Germain) mit 185 Millionen Euro und Lionel Messi (Barcelona) mit 180 Millionen Euro. Der durchschnittliche Kaderwert der acht Meister betrage 745 Millionen Euro, wobei sowohl Barcelona als auch Manchester City mehr als zehnmal so viel wert seien wie Galatasaray. Die Kaderwerte der acht Meister seien im Laufe des Jahres leicht um 30 Millionen Euro gesunken. „Dies deutet darauf hin, dass der Marktwert der Spitzenspieler in den letzten zwölf Monaten keine Aufwärtsspirale durchlaufen haben“, ergänzt KPMG Partner Ertl. mei, Quelle: KPMG

Dieter Hintermeier