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Für Sport und Fitness sind die Europäer bereit, viel Geld auszugeben

Sport ist meist eine sinnvolle Investition in sich selbst, denn Bewegung tut nicht nur dem Körper, sondern auch dem Kopf gut. Die Unternehmensberatung Deloitte hat jetzt zum Thema “Sport und Konsum” eine europaweite Studie aufgelegt.

Bei der repräsentativen Umfrage wurden nach Angaben von Deloitte über 6000 Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren in Zentraleuropa, genauer in Deutschland, Frankreich, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Bulgarien, Österreich und Ungarn zu ihren Gewohnheiten und ihrem Konsumverhalten rund um das Thema Sport befragt. 

Im Durchschnitt treiben rund 65 Prozent der Befragten regelmäßig Sport. “Ein Großteil der Bevölkerung investiert dabei viel Zeit und Geld in Gesundheit, soziales Miteinander und in ihre Leidenschaft”, erklärt Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. Natürlich seien die Auswirkungen der globalen COVID19-Pandemie auch hier spürbar. Geschlossene Anlagen träfen die Sportler und die Branche hart. Sicher sei aber, dass Sport ein fester Bestandteil im Leben vieler Menschen und langfristig einer der Bausteine für eine gesunde Gesellschaft ist. Viele Sportler seien in den vergangenen Wochen auf Workouts zu Hause oder Individualsportarten im Freien, wie Joggen oder Radfahren, ausgewichen. 

In Deutschland sind die über 45-Jährigen aktiv

Länderübergreifend erfreuten sich vor allem Joggen, Fitness, Schwimmen, Wandern oder Walking sowie Fußball besonders großer Beliebtheit. Sportlich Aktive in Deutschland treiben am liebsten Fitnesssport (42,4 Prozent), dicht gefolgt von Joggen (38,2 Prozent) und Schwimmen (28,6 Prozent). Die meisten aktiven Sportler gehören länderübergreifend zur Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen. Deutschland weise im zentraleuropäischen Vergleich allerdings besonders viele regelmäßig Sporttreibende auf, die zwischen 45 und 65 Jahre alt sind. 

Viel Zeit wird in das sportliche Hobby investiert

Wer sich gern bewegt, investiert entsprechend viel Zeit in sein Hobby: Laut Selbsteinschätzung verbringen die sportlich Aktiven länderübergreifend im Durchschnitt etwa 7 Stunden pro Woche mit körperlicher Betätigung jeglicher Art. Die Deutschen liegen mit wöchentlich 6,1 Stunden Sport und Bewegung also etwas unter dem Durchschnitt. Weniger Zeit mit Sport verbringen im zentraleuropäischen Vergleich mit 5,8 Stunden nur die Franzosen. Spitzenreiter sind die Befragten in Bulgarien mit 8,9 Stunden sportlicher Aktivität in der Woche. 

Für Nachhaltigkeit wären viele Sportler bereit, mehr zu zahlen

Bei so viel Aktivität verwundere es nicht, dass sich Sportler Kleidung und Zubehör auch etwas kosten lassen. Die Bandbreite liege hier zwischen 295 Euro pro Jahr in Österreich und 95 Euro in Ungarn, wobei sich diese Unterschiede angesichts des örtlichen Preisniveaus wieder etwas relativierten. Aktive in Deutschland geben jährlich etwa 206 Euro für ihr Hobby aus. Das Thema Nachhaltigkeit spiele mittlerweile auch beim Konsum von Sportartikeln eine Rolle. Länderübergreifend knapp 57 Prozent der befragten Sportler erklären eine höhere Zahlungsbereitschaft für nachhaltig produzierte Sportartikel. Am liebsten kauften die Befragten ihre Sportartikel übrigens klassisch im stationären Handel – etwa 60 Prozent der Aktiven in Deutschland ziehen diesen Kaufkanal dem Online-Handel vor. Der stationäre Handel werde vor allem wegen der An- und Ausprobiermöglichkeiten vor Ort gerne aufgesucht. 

Auch bekennende Nicht-Sportler kaufen Sportkleidung und -equipment

“Persönliche Beratung ist gerade für sportlich Aktive in Europa ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung”, erklärt Karsten Hollasch, Partner und Leiter des Consumer Business bei Deloitte. “Es ist aber davon auszugehen, dass die Einschränkungen der vergangenen Wochen dafür gesorgt haben, dass sich das Kaufverhalten zugunsten des Online-Handels verändert hat”, so Hollasch weiter. Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Durststrecke würden einige Verbraucher voraussichtlich auch an den Ausgaben für Sport sparen. Gleichzeitig gebe es aktuell aber eben auch Chancen, das Online-Geschäft auszubauen. Bemerkenswert sei weiter, dass auch Befragte, die angaben, nicht sportlich aktiv zu sein, Sportkleidung und -equipment kauften. Zwar investierten die Nicht-Sportler nur etwa die Hälfte der Summe, die die Aktiven ausgeben, dennoch bestätige dieser Wert, dass Sport und vor allem die dazugehörige Kleidung nicht nur funktional, sondern auch als modischer Trend begehrt sei. mei, ots Quelle: Deloitte

Dieter Hintermeier