dgwa.org | Die wertvollsten Wochen der Bundesliga haben begonnen
24340
post-template-default,single,single-post,postid-24340,single-format-standard,do-etfw,ajax_fade,page_not_loaded,,select-theme-ver-1.7.1,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.2,vc_responsive

Die wertvollsten Wochen der Bundesliga haben begonnen

Jetzt geht es für die Fußball-Bundesliga einmal mehr um sehr viel Geld: Die Milliarden-Auktion um die Medienrechte ab der Saison 2021 ist gestartet.

Zum Verkauf hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Medienrechte für die Spielzeiten von 2021/2022 bis 2024/2025 gestellt. Hier geht es vor allem um sieben audiovisuelle Live-Rechtepakete und sieben zeitversetzte Rechtepakete. Neu ist bei dieser Auktion, dass die Rechte auch für Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Südtirol vergeben werden.

Die vergangene Medienrechte-Auktion brachte der Bundesliga 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten ein. DFL-Geschäftsführer, Christian Seifert,  hatte trotz der Corona-Krise die Losung ausgegeben “Wachstum ist möglich”. Experten können sich eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber der letzten Auktion vorstellen. Bei der vergangenen Auktion konnten die Erlöse sogar um 80 Prozent gesteigert werden. 

Höchste Erlöse aus dem Bezahl-TV

Die höchste Erlöse kann die DFL im Bezahl-TV erzielen. Diese machen mittlerweile rund 80 Prozent der Umsätze aus. Vier Live-Pakete stehen aktuell zum Verkauf. Das Unternehmen, das für ein Paket am meisten bietet, bekommt es, heißt es von Seiten der DFL. Theoretisch müssten Fußball-Fans also vier TV-Abonnements abschließen, um alle Bundesliga-Spiel live zu sehen. 

Das sind die großen Player der Auktion

Die großen Player bei der Auktion sind die Pay-TV-Sender Sky, DAZN und mittlerweile auch der Internetkonzern Amazon. Nicht unterschätzt werden sollten bei der Auktion auch die großen Medienunternehmen wie die Telekom, RTL und Springer. Kostenlos ist aber die Bundesliga aber noch zu haben. Von 2021 sollen neun Bundesliga-Partien im Free-TV übertragen werden. Hierzu zählen die Relegationsspiele zwischen 1. und 2. Liga und das Zweitliga-Auftaktspiel. Interessant ist weiter, dass für das 2. Liga-Spiel am Samstagabend um 20.30 auch Free-TV-Anbieter mitbieten können. 

Ist die “Sportschau” weiter mit dabei

Ob die ARD-“Sportschau” weiter mit von der Partie ist, hängt davon ab, ob für das Paket “Höhepunkte-Zusammenfassung” ab Samstag 18.30 Uhr, am Ende des Tages nicht noch andere Anbieter, wie zum Beispiel RTL, das Rennen machen. 

Medial Vermarktung wichtige Einnahmequelle

Wie zentral die Einnahmen aus der medialen Vermarktung sind, beweist die Tatsache, dass fast 40 Prozent des rund Vier-Milliarden-Umsatz der 18 Clubs der Fußball-Bundesliga in der vergangenen Saison 2018/2019 auf TV-Gelder zurückzuführen sind. Hierbei handelt es sich um einen Durchschnittswert. Clubs, die am Transfermarkt und sportlich nicht erfolgreich agieren, sind noch im viel größeren Maße von den Einnahmen aus der medialen Vermarktung abhängig. mei

Dieter Hintermeier